Wir behandeln oft das Falsche. Ob nun körperlich oder psychisch. Ob privat oder im Job. Ob persönlich für sich oder z. B. in der Familie.
Wir schauen meist nur auf das Problem. Aber das ist, als würde man die nasse Wand neu streichen. Wenn wieder Feuchtigkeit durchkommt, tapezieren. Und irgendwann stellen wir halt einen Schrank davor.
Ich verstehe, daß viele Menschen nicht hinschauen wollen. Denn ihnen wurde leider beigebracht, daß das Leben anstrengend und Veränderung schwer ist. Das ist eine „hervorragende Motivation“, um Menschen auszubremsen und ihnen das Gefühl zu geben, daß sie klein sind.
Wer sich so fühlt, Angst hat, an sich zweifelt, weiß nicht mehr, was er noch tun soll. Nicht, weil bisher nichts getan wurde, sondern weil es keine Lösung geschaffen hat. Irgendwann ist man müde und leer.
Das kann sich physisch und / oder psychisch auswirken. Privat geht man mit einem gesundheitlichen Thema zum Arzt. Beruflich bekommt man bei einem Problem eine Schulung oder ein Coaching. Hier wird aber vorrangig auf die erkennbare Wirkung geschaut. Und es wird versucht, sie mit etwas Rationalem oder mit Techniken zu lösen. Das wird aber nicht, wie gewünscht, funktionieren.
Weil der Wasserrohrbruch bleibt.
Und weil die Reihenfolge falsch ist.
Damit gehen viel Zeit, Energie und Geld verloren. „Witzigerweise“ ohne oder nicht der gewünschten Wirkung, obwohl man an die Wirkung gegangen ist. Und es löst die Ursache nicht.
Funktionieren kann es auf andere Weise:
- Den Mut, sich auf den Weg zu machen und all den bremsenden Glaubenssätzen keinen Glauben mehr zu schenken.
- Ist es akut, besteht bei einer Wirkung natürlich Handlungsbedarf. Bei allem, was nicht akut ist, darf die Wirkung einfach mal ein bisschen auf „Pause“ gesetzt werden.
- Denn es geht um die Ursache. Ich nenne es: „Ich schaue darunter, darunter, darunter … davor, davor, davor.“ Ist die Ursache klar, dann die Wirkung heilen.
Aus Erfahrung weiß ich, daß das der bessere und sogar der schnellere Weg ist.
Alles Liebe
Manuela Starkmann – Frau Klarheit